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Willkommen bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Begegnung in Oberschwaben e.V.

vorläufiges Jahresprogramm 2017 und nächste Veranstaltungen:

Montag, 23.1.2017 19:00 Uhr: Öffentlicher Vortrag mit Bildern: Prof. Dr. Wolf Ritscher zum Thema

„Für sie alle sollen diese Bilder ein Denkmal sein.“
Die Stuttgarter Malerin Käthe Loewenthal (1878 – 1942) und ihre Familie


im Matthäus-Gemeindehaus in Ravensburg.

Die zu Unrecht vergessene Stuttgarter Malerin Käthe Loewenthal (1878 – 1942) stammte aus einer freigeistigen, nicht mehr religiös gebundenen jüdi-schen Familie. Sie war eine der wenigen Frauen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die ihre künstlerische Tätigkeit zum Beruf machte und als freie Künstlerin ihren Lebensunterhalt verdiente. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren vor allem die Landschaftsmalerei sowie Akt- und Porträtmalerei. In den großen Ausstellungen der verschiedenen Künstlersecessionen und in Kunsthallen in Berlin, Stuttgart, München, Münster, Bremen u.a. fanden ihre Werke Beach-tung. Obschon sie sich schon früh hatte taufen lassen und zeit ihres Lebens eine aus einem tiefen Glauben heraus lebende Christin war, galt sie nach den natio-nalsozialistischen Rassegesetzen als Jüdin. So wurde ihr Lebenswerk als Künst-lerin durch die nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen ab 1933 jäh un-terbrochen. Sie erhielt Mal- und Ausstellungsverbot, verlor ihr Atelier und wur-de schließlich im April 1942 in das „Durchgangsghetto“ Izbica bei Lublin depor-tiert, wo sich ihre Spur verliert. Ein Jahr später zerstörte ein Bombenangriff ihre in einem Stuttgarter Magazin eingelagerten Bilder. In einem Versteck erhalten geblieben ist lediglich eine Mappe mit ca. 250 Pastellen, Graphiken und Aqua-rellen. Prof. Dr. Wolf Ritscher, ein Großneffe der Malerin, wird Leben und Werk der Künstlerin in die Zeit- und Kunstgeschichte einbinden und darüber hinaus auch die Geschichte der gesamten, überaus kreativen, künstlerisch begabten Familie erläutern. Er veranschaulicht seinen Vortrag durch Fotos und Filmausschnitte.

Im Anschluss laden wir Sie gerne zum Stehempfang mit Wein aus Israel ein!

Nähere Informationen finden Sie hier.
Montag, 13.2.2017 19:00 Uhr: Öffentlicher Vortrag von Weihbischof Thomas Maria Renz:

Solidarität gegen Perspektivlosigkeit
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Zur Situation der Christen im Heiligen Land


im Matthäus-Gemeindehaus in Ravensburg.

Als langjähriger Leiter der Arbeitsgruppe „Naher und Mittlerer Osten“ der Deutschen Bischofskonferenz kennt Weihbischof Renz die zunehmend schwieriger werdende Situation der Christen Im Nahen Osten aus eigener Anschauung. Auf seinen Reisen begegnete er nicht nur palästinensischen Christen, sondern auch Kriegsflüchtlingen in Jordanien und der versprengten christlichen Minorität im Gazastreifen. Dabei erfuhr er es als sehr bedrückend, wie perspektivlos die Zukunftsaussichten insbesondere vieler junger Menschen dort sind. Weihbischof Renz setzt sich dafür ein, dass die Kirche nicht nur Präsenz zeigt, sondern auch nach Ansätzen sucht, der allgemeinen Perspektivlosigkeit etwas entgegenzusetzen.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.